Save the date: 26.09.26 – Hart erkämpft! Sozialabbau stoppen.

Die Kassen: bei uns leer – bei den Bonzen am Klingeln!

Krise soweit das Auge reicht. Immer mehr Menschen müssen jeden Euro zweimal umdrehen und trotzdem: die Zahl der Milliardär:innen in Deutschland erreicht Rekordwerte: für einige Wenige läuft’s, für uns heißt es: verzichten, sparen, schlucken. Das Spiel ist so alt wie der Kapitalismus selbst: Wenn die Profite wackeln, sollen wir sie stabilisieren. Mit unserer Arbeitszeit, unseren Löhnen unserer Rente und zu guter Letzt mit unserer Gesundheit oder im Krieg mit unserem Leben.

Panzer statt Soziales, Aufrüstung statt Frieden?

In Schulen bröckelt der Putz von den Wänden. Für Jugendzentren fehlt das Geld. Die Liste ist lang, doch wenn es um Aufrüstung geht, werden plötzlich Milliarden aus dem Ärmel geschüttelt. Mit der Einführung der Wehrpflicht soll eine Armee aufgebaut werden, in der wir „fürs Vaterland“, für die Profite der Konzerne und für die Eroberung neuer Absatzmärkte sterben sollen.

Politik & Kapital? Hand in Hand!

Die Regierung bleibt weiterhin auf Konfrontation gegen uns, die arbeitende Klasse. Sie setzt damit um, was Arbeitgeberverbände seit Jahren fordern: Angriffe auf den 8h-Tag, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Sozialabbau und weitere Kürzungen an allen Ecken und Enden. Weil bei den Kommunen das Geld fehlt, werden Buslinien und Theatervorstellungen gestrichen. Die eh schon von der Gesellschaft Benachteiligten müssen außerdem mit Einschränkungen bei Sozialarbeit und Therapie leben.

Auch in den Betrieben bezahlen wir für die Krise. Verlagerungen, Stellenabbau, Werksschließungen. Auch die 35-Stunden-Woche, eine der großen hart erkämpften Errungenschaften der Gewerkschaftsbewegung, ist in Gefahr. Und in den Krankenhäusern muss zukünftig noch weniger Personal unter noch mehr Druck noch mehr Patient:innen versorgen.

Das ist auch ein Frontalangriff auf Frauen! 

Das Pflegepersonal im Krankenhaus ist meist weiblich. Allgemein leiden besonders migrantische Frauen darunter, die oft als billige Arbeitskräfte im Gesundheitssystem ausgebeutet werden. Frauen leisten ohnehin den Großteil der Sorge-Arbeit in der Gesellschaft: schlecht bezahlt im Beruf und unbezahlt im Privaten. Wer wegen der beschlossenen Gesundheits“reform“ keinen Platz im Pflegeheim oder im Wartezimmer ergattert, wer sich eine Behandlung nicht mehr leisten kann, der muss eben zuhause versorgt werden. Und das übernehmen in den meisten Fällen dann die Frauen. Wer seine Angehörigen pflegt, soll noch weniger Rente bekommen als bisher. Dabei sind ohnehin vor allem Frauen von Altersarmut betroffen. Diese patriarchale Rollenverteilung passt sehr gut zur kapitalistischen Krise: Der antifeministische Rollback der vergangenen Jahre bereitete bereits vor, was die Merz-Regierung nun politisch umsetzt.

Doch unsere Gesundheitsversorgung, Kultur, Bildung, Inklusion und gute Arbeitsbedingungen haben wir uns erkämpft und werden sie uns nicht einfach wegnehmen lassen!

Sozialabbau, Arbeitsplatzvernichtung und Aufrüstung entspringen derselben Logik: im Kapitalismus soll sich unser Leben nach den Profiten richten. Deswegen schließen wir uns der antikapitalistischen Beteiligung an.

Für ein gutes Leben für alle. Für eine Gesellschaft, in der nicht die Vermögen einiger Weniger den Takt vorgeben, sondern die Interessen der Mehrheit. Für ein System, das sich nach den Bedürfnissen von Menschen richtet und nicht nach den Profiten von Konzernen.

Wie komm ich nach Stuttgart?

Es gibt eine kostenlose Busanreise des DGB aus Tübingen. Hier gehts zur Anmeldung.

Für Kurzentschlossene gibt es außerdem inen Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise mit dem Zug: Sa, 26. September | 10:15 Uhr | Tübingen HBF