
Reservistentag in Tübingen verhindert!
Eine gemütliche Ausfahrt vom Reservistentag in Reutlingen nach Tübingen? Nicht mit uns! Unsere erste Aktion als ATKK war ein voller Erfolg! Ihr wollt mehr antimilitaristische Praxis in Tübingen? Dann kommt zum ATKK.
Vom 11. bis 13. September veranstaltet die Reservisten Kameradschaft Reutlingen den Reservistentag und das NATO Militärfahrzeug Treffen in Reutlingen. Neben Feldküche und Bundeswehr Karrieremobil war auch eine Ausfahrt mit Militärfahrzeugen nach Tübingen geplant. Über 20 Fahrzeuge inklusive schwerem militärischen Gerät und c.a. 60 Menschen waren auf dem Weg zum Natursteinpark Rogen.
Daraus wurde nichts! Mit 40 Animilitarist*innen haben wir den Konvoi kurz nach der Einfahrt in Tübingen blockiert. Über 1,5 Stunden war für den Konvoi kein durchkommen. Das konnten auch die zur Hilfe gerufenen Bullen nicht ändern. Dem Reservisten-Konvoi ist deshalb nichts anderes übrig geblieben, als umzudrehen und auf dem direkten Weg wieder zurück nach Reutlingen zu fahren. Die Rückfahrt durch Tübingen musste aus Angst vor weiteren Blockaden ausfallen. Nach der Blockade, die im ganzen Tal zu hören war, sind wir noch mit einer Demo durch die Südstadt zum Sternplatz gezogen.
Wir kämpfen weiter gegen Militarisierung und Aufrüstung, kommt deshalb zum Schulstreik gegen Wehrpflicht am 25.09. und zum Ersten ATKK am 24.09. um 19:00 im Linken Zentrum Trude Lutz.











Save the date: 26.09.26 – Hart erkämpft! Sozialabbau stoppen.

Die Kassen: bei uns leer – bei den Bonzen am Klingeln!
Krise soweit das Auge reicht. Immer mehr Menschen müssen jeden Euro zweimal umdrehen und trotzdem: die Zahl der Milliardär:innen in Deutschland erreicht Rekordwerte: für einige Wenige läuft’s, für uns heißt es: verzichten, sparen, schlucken. Das Spiel ist so alt wie der Kapitalismus selbst: Wenn die Profite wackeln, sollen wir sie stabilisieren. Mit unserer Arbeitszeit, unseren Löhnen unserer Rente und zu guter Letzt mit unserer Gesundheit oder im Krieg mit unserem Leben.
Panzer statt Soziales, Aufrüstung statt Frieden?
In Schulen bröckelt der Putz von den Wänden. Für Jugendzentren fehlt das Geld. Die Liste ist lang, doch wenn es um Aufrüstung geht, werden plötzlich Milliarden aus dem Ärmel geschüttelt. Mit der Einführung der Wehrpflicht soll eine Armee aufgebaut werden, in der wir „fürs Vaterland“, für die Profite der Konzerne und für die Eroberung neuer Absatzmärkte sterben sollen.
Politik & Kapital? Hand in Hand!
Die Regierung bleibt weiterhin auf Konfrontation gegen uns, die arbeitende Klasse. Sie setzt damit um, was Arbeitgeberverbände seit Jahren fordern: Angriffe auf den 8h-Tag, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Sozialabbau und weitere Kürzungen an allen Ecken und Enden. Weil bei den Kommunen das Geld fehlt, werden Buslinien und Theatervorstellungen gestrichen. Die eh schon von der Gesellschaft Benachteiligten müssen außerdem mit Einschränkungen bei Sozialarbeit und Therapie leben.
Auch in den Betrieben bezahlen wir für die Krise. Verlagerungen, Stellenabbau, Werksschließungen. Auch die 35-Stunden-Woche, eine der großen hart erkämpften Errungenschaften der Gewerkschaftsbewegung, ist in Gefahr. Und in den Krankenhäusern muss zukünftig noch weniger Personal unter noch mehr Druck noch mehr Patient:innen versorgen.
Das ist auch ein Frontalangriff auf Frauen!
Das Pflegepersonal im Krankenhaus ist meist weiblich. Allgemein leiden besonders migrantische Frauen darunter, die oft als billige Arbeitskräfte im Gesundheitssystem ausgebeutet werden. Frauen leisten ohnehin den Großteil der Sorge-Arbeit in der Gesellschaft: schlecht bezahlt im Beruf und unbezahlt im Privaten. Wer wegen der beschlossenen Gesundheits“reform“ keinen Platz im Pflegeheim oder im Wartezimmer ergattert, wer sich eine Behandlung nicht mehr leisten kann, der muss eben zuhause versorgt werden. Und das übernehmen in den meisten Fällen dann die Frauen. Wer seine Angehörigen pflegt, soll noch weniger Rente bekommen als bisher. Dabei sind ohnehin vor allem Frauen von Altersarmut betroffen. Diese patriarchale Rollenverteilung passt sehr gut zur kapitalistischen Krise: Der antifeministische Rollback der vergangenen Jahre bereitete bereits vor, was die Merz-Regierung nun politisch umsetzt.
Doch unsere Gesundheitsversorgung, Kultur, Bildung, Inklusion und gute Arbeitsbedingungen haben wir uns erkämpft und werden sie uns nicht einfach wegnehmen lassen!
Sozialabbau, Arbeitsplatzvernichtung und Aufrüstung entspringen derselben Logik: im Kapitalismus soll sich unser Leben nach den Profiten richten. Deswegen schließen wir uns der antikapitalistischen Beteiligung an.
Für ein gutes Leben für alle. Für eine Gesellschaft, in der nicht die Vermögen einiger Weniger den Takt vorgeben, sondern die Interessen der Mehrheit. Für ein System, das sich nach den Bedürfnissen von Menschen richtet und nicht nach den Profiten von Konzernen.
Wie komm ich nach Stuttgart?
Es gibt eine kostenlose Busanreise des DGB aus Tübingen. Hier gehts zur Anmeldung.
Für Kurzentschlossene gibt es außerdem inen Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise mit dem Zug: Sa, 26. September | 10:15 Uhr | Tübingen HBF









Aus TOAKT wird ATKK!
Wir entwickeln uns weiter!
Aus dem TOAKT wird das ATKK – Antikapitalistische Treffen gegen Krieg und Krise!
5 Jahre lang haben wir als antikapitalistisches Klimatreffen Aktionen gegen die Klimakrise und für Klimagerechtigkeit umgesetzt. Dabei haben wir viel gelernt, gemeinsam gekämpft und sind an den Erfahrungen gewachsen. Auch die weitere Bewegung rund ums Linke Zentrum Trude Lutz in Tübingen ist heute besser aufgestellt als damals.
Seit einiger Zeit merken wir, dass unsere Praxis sich immer mehr über den Klimafokus hinaus ausgeweitet hat. Und dies nicht ohne Grund: Militarisierung und Sozialabbau wurden in Politik und Gesellschaft immer präsenter. Währenddessen bot die Klimabewegung nicht mehr den Resonanzraum, innerhalb dessen wir 2021 unsere Arbeit begonnen haben. Für uns war klar, auf neue gesellschaftliche Umstände müssen wir reagieren und neue Themen aktiv bearbeiten.
Um dem gerecht zu werden, haben wir uns für eine Umstrukturierung entschieden. Wir gründen das ATKK – Antikapitalistisches Treffen gegen Krieg und Krise.
Was uns weiterhin eint, ist die Analyse, dass die Ursache für diese Probleme und Krisen der Kapitalismus ist. In den nächsten Jahren werden wir weder Militarisierung und Krieg noch Krise – ob als Sozialabbau, Stellenstreichungen und Lohnkürzungen oder in Form des Klimawandels – nicht aus dem Weg gehen können. Um diese Zustände zu bekämpfen, braucht es eine Perspektive, die über das bestehende System hinausweist.
Die Umstrukturierung ist ein Schritt nach vorne. Wir knüpfen an unsere bisherigen Erfahrungen an und kämpfen weiter!

